Möbel sind wie Schlaghosen und Toast Hawaii: Manche Trends kommen immer wieder und eigentlich sind sie schon echte Klassiker. So geschehen auch mit Rattan-Möbeln. Spätestens seit in diesem Jahr ein bekanntes schwedisches Möbelhaus eine Serie mit Rattan-Möbeln auf den Markt gebracht hat, stehen Tische, Stühle und auch Sofas aus dem Naturmaterial wieder hoch im Kurs. Und wenn man sich genauer umschaut, sind die geflochtenen Möbel nie ganz aus der Mode gekommen: In fast allen Haushalten sind irgendwelche Möbel-Korbwaren zu finden, angefangen von den beliebten Korbsesseln bis hin zu modernen Terrassenmöbeln. Doch welche Vorteile bieten Rattan-Möbel, außer aktuell voll „im Trend“ zu sein und was muss man bei der Pflege und Anschaffung beachten?

 

Tolles Naturprodukt

Noch ein paar Basic-Infos vorweg: Rattan-Möbel werden aus den Lianen der ostasiatischen Rotangpalme gefertigt und sind somit ein reines Naturprodukt. Sie sind von Natur aus hellbraun und weisen eine zarte natürliche Maserung auf. Aber auch Möbel in trendigen Knallfarben oder zeitlosem Schwarz oder Weiß sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Qualitätsmerkmal für hochwertige Rattan-Möbel ist ein engmaschiges und dichtes Flechtwerk und die Verarbeitung von runden und glatten Pflanzenteilen. Beides garantiert Sitz- und Liegekomfort und runde Kanten, ohne Kleider oder Decken und Kissen zu beschädigen. Zudem sollte darauf geachtete werden, dass die Einzelteile eines Möbelstücks nicht mit Metallschrauben, Draht oder Ähnlichem aus Metall zusammengefügt werden. Denn durch die enthaltenen Gerbstoffe färbt sich Rattan dunkel, sobald es mit Metall und Feuchtigkeit in Kontakt kommt.

 

Luftig und leicht

Der wohl größte Vorteil von Rattan ist das geringe Gewicht bei einer Stabilität, die mit Holz zu vergleichen ist. Eben mal die Sitzgruppe umstellen oder die Bank aus dem Flur mit nach draußen nehmen, ist mit Rattan-Möbeln kein Problem. Diese Handlichkeit machen die Leichtgewichte unter den Möbeln zu idealen Begleitern für Freisitze, Balkone und Terrassen. Auch optisch gehören die luftdurchlässigen Flechtwerke eher zu den zarteren Möbelstücken und eignen sich daher sehr gut für kleine und dunkle Räume. Massive Möbel würden hier zu sehr dominieren und eine drückende Atmosphäre erzeugen. Kombiniert mit hellen Kissen und grünen Zimmerpflanzen entsteht ein „Urban Jungle“- Feeling, das den Räumen ein besonders Flair verleiht.

 

Weniger ist mehr

Doch um die Möbel mit dem „Tarzan-Charme“ in ihrer ganzen Schönheit zu erhalten, kann man die Möbel ab und zu mit ein wenig Lederpflege behandeln. Zusätzlich sollten die Flechtwerke regelmäßig mit Wasser befeuchtet werden um nicht spröde und brüchig zu werden. Dazu eignet sich eine Zerstäuberflasche, wie man sie von der Pflanzenpflege kennt, bestens. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr, denn zu viel Wasser bewirkt das Gegenteil und lässt das Naturmaterial porös werden und fördert möglichen Pilzbefall. Daher sollten Gartenmöbel auch nicht längere Zeit auf feuchtem Untergrund stehen oder Regenschauern ausgesetzt sein. Gut gewachste oder mit einer wasserundurchlässigen Kunststoffschicht überzogene Gartenmöbel sind nicht ganz so empfindlich und das Wachs bzw. der Kunststoff schützt vor dem natürlichen Ergrauen.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Falls euch die Rattan-Lust gepackt hat, schaut doch mal auf eBay oder anderen Portalen und Co. Hier findet man immer wieder echt schöne Stücke, die sich bestens als Eycatcher für die eigenen vier Wände eignen


Quellen:
Wikipedia
Schöner Wohnen

Bildquelle: pixabay.com | deselect

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