Vom 2. bis zum 7. September 2017 präsentierten die Unternehmen des Techniksektors auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) wieder ihre Innovationen von morgen in Berlin. Ganz vorne mit dabei war das Thema „Smart Home“. Und wahrhaftig wird das Wohnen in den eigenen vier Wänden, glaubt man den Herstellern, immer leichter und immer digitaler.

Auch wir von Bien-Zenker teilen diese Visionen: Gemeinsam stellen sich unsere Architekten und unser Innovationsteam jeden Tag aufs neue der Herausforderung, innovative Wohnkonzepte für unsere Bauherren zu entwickeln.

Die IFA bietet Antworten auf die Fragen des Lebens und des Wohnens – und ist damit auch eine inspirative Plattform für uns. Auch in diesem Jahr wurde die Messe ihrem Ruf gerecht und hat so geniale wie skurrile Innovationen präsentiert. Deswegen möchten wir Ihnen hier kurz ein paar dieser tollen Ideen für die Zukunft des Wohnens vorstellen. 

 

Smart Home – analog wohnen, digital leben

So vielseitig und verspielt die neuen Möglichkeiten des Lebens in den eigenen vier Wänden auch sein mögen, eine Couch bleibt eine Couch und ein Kühlschrank bleibt ein Kühlschrank. Das bedeutet, dass wir auch weiterhin sicher sein können, dass der Kühlschrank Lebensmittel kühlt. Aber er kann eben heute noch mehr: So ist er mit dem Internet verbunden, hat eine Innenkamera integriert und steht damit jederzeit mit seinem Nutzer und den Läden, die ihn füllen, in Kontakt. Mit einem Klick kann abgerufen werden, wo die Butter ist und mit einem weiteren Klick ist die neue Butter schon bestellt. Währenddessen revolutioniert Miele mit seinem Dialoggarer  das Kochen, indem das Gerät sich auf so ziemlich jeder Art des Backens, Bratens und Kochens einstellen lässt. Möglich machen das neuartige Sensoren. Natürlich ist alles bequem per App steuerbar.

Und wer auf seine Butter und seinen Braten wartet, der kann sich einen Kaffee gönnen. Wie? Keine Lust Kaffee zu machen? Dabei ist das mit integrierter Sprachfunktion in der Kaffeemaschine doch kinderleicht. Apropos Kinder: Die behaupten ja gerne, ihre Zähne fleißig geputzt zu haben. Philips hat nun eine Zahnbürste entwickelt, die sich mit einer App verbindet. Warum? Weil die App genau ermittelt, welcher Zahn der Bürste noch entwischt ist.

Entwischen ist ein weiteres prima Stichwort. Denn wie häufig ist die Katze nach einem Streifzug durch die Nachbarschaft verschollen gewesen? Und geht es dem Hund eigentlich gerade gut? Smarte Halsbänder für die heimischen Vierbeiner helfen, auch in Abwesenheit den Blick auf seine Haustiere nicht zu verlieren.

Auf der IFA durfte das Thema Drohnen natürlich auch nicht fehlen. Die waren in allen Größen und mit verschiedensten Funktionen zu finden. Für das Smart Home von morgen gab es ebenfalls eine Drohne: Als fliegender Luftfilter reinigt sie die Wohnatmosphäre. Gerade Allergiker werden sich darüber freuen.

Und natürlich kam der Sicherheitsaspekt am Smart Home nicht zu kurz. Neben neuartigen Kamerasystemen und Alarmanlagen sind uns vor allem zwei Innovationen ins Auge gefallen: So hat die Firma Brinno eine Haustürkamera mit App-Funktion entwickelt. Und wem die Suche nach dem Hausschlüssel zu lästig ist, der kann sich durch einen implantierten Minichip in der eigenen Hand selbst Zugang zum Eigenheim verschaffen. Der Clou: Der Chip ist nicht nur ein Schlüssel, sondern kann auch ein Datenträger für eine Vielzahl von Informationen sein. Wer weiß, vielleicht bezahlen wir bald unsere Rechnung wortwörtlich bei Handdruck.

Smart Entertainment – Kommunikation & Interaktion 3.0

Wer in einer digital vernetzten Umgebung lebt, der möchte nicht nur seinen Alltag erleichtern, sondern auch unterhalten werden. Auch dafür fanden sich unzählige Innovationen auf der Messe. So hat selbstverständlich jeder Smartphone-Hersteller sein neustes Produkt angepriesen. Doch im Wohnbereich entwickelt sich etwas anderes immer mehr zum multifunktionalen Mittelpunkt: Der Fernseher. Flach wie er daherkommt, bietet er dennoch eine ganze Palletten an Möglichkeiten und Leistunegn an: Fernsehen ist nur noch eine davon. Verbunden mit dem Internet und vernetzt mit den Peripherie-Geräten wird er zur Steuerkonsole für das ganze Haus.

Einen ähnlichen Zweck erfüllt auch Dirror. Was das sein soll? Es ist ein handelsüblicher Spiegel – zumindest im ersten Moment. Doch wird er aktiviert, wandelt er sich zu einem riesigen Tablet mit Windows 10 als Betriebssystem. Und schon lassen sich im Schlafzimmer E-Mails checken oder in der Badewanne die neusten Serien via Streaminganbieter, wie Netflix oder Amazon Video, ansehen.

Auch für Kinder wird immer mehr geboten: Virtual Reality und Augmented Reality beherrscht derzeit die Spieleszene. Lenovo und Disney haben sich beispielsweise zusammengetan und eine Brille (inkl. Lichtschwert) entwickelt, mit der das Wohnzimmer zur Duellarena wird: Kleine und große Kinder dürfen sich Darth Vader und Co stellen.

Der größte Trend im Entertainmentbereich sind aber die Sprachassistenten. Bei der Kaffeemaschine haben wir das Trendthema schon erwähnt. Doch heute geht eigentlich nichts mehr ohne seinen eigenen kleinen Helfer: Amazon Alexa und Panasonic SC-GA10 (mit Google Assistent) sind beispielsweise zwei kleine intelligente Boxen, mit denen man nicht nur sprechen kann, sondern die mit dem Internet verbunden sind und Informationen abrufen, ja gar richtige Dienstleistungen ausführen können. Damit ist das bisschen Haushalt wahrhaftig kein Problem mehr.

 

Die Zukunft des Wohnens, so wie sie sich auf der IFA 2017 präsentiert hat, bietet also eine Menge aufregender neuer Möglichkeiten, die wirklich nützlich sind, aber auch tierisch viel Spaß bringen. Und mal gechipte Schlüsselhand aufs Herz: Das Leben darf ruhig auch ein wenig verspielt sein, oder?

 

Weitere Quellen:

www.welt.de
computerbild.de
chip.de
rp-online.de

Bildquelle: istock.com

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Jörg Gottschling

Jörg Gottschling

Chronischer Querdenker im #Hashtag-Fieber, aktiver Blogger & Digital Native auf der Suche nach dem Mehr im Alltag.
Jörg Gottschling