Ein fröhliches „Gut Kick“ an alle Baufamilien. Viele haben sich in den letzten Wochen gefragt: TSG Hoffenheim und Bien-Zenker? Was haben die denn miteinander gemein? Nun, mal davon abgesehen, dass wir die selben Werte in der Nachwuchsarbeit vertreten, an eine bessere Zukunft glauben und mit Leidenschaft an unsere Arbeit gehen, ist sich das Ballspiel auf dem saftigen Grün und das Schaffen von Lebensräumen durchaus näher als man glauben mag.

Glauben Sie nicht? Dabei haben Fußball und Fertigbau schon semantisch Gemeinsamkeiten. Nehmen wir nur mal das „U“. Es kommt in beiden Worten vor. Außerdem bestehen beide Begriffe aus zwei Teilen. Der jeweils zweite Teil beginnt mit einem „B“. Und haben wir übrigens schon erwähnt, dass beide Wörter mit „F“ beginnen?

Das ist Ihnen alles zu theoretisch? Kein Problem! Denn nun kommen ein paar Fakten, die niemand mehr abstreiten kann.

 

Der Ball ist rund

Ein Ball ist rund, aber ein Haus ist eckig. Soweit die Form. Doch betrachten wir die Dinge einmal auf der Metaebene. Ein Ball wohnt in einem eckigen Feld – seinem natürlichen Lebensraum aus grüner Wiese und ein paar Grundlinien. Das Haus ist auch ein Lebensraum – und eckig. Und nun passen Sie auf: In einem Haus leben nicht selten runde Geschöpfe. Erkennen Sie diese offensichtlichen Parallelen? Einfach unglaublich, wenn man darüber nachdenkt.

 

Grundlinien, Seitenränder & weiße Farbe

Sind Ihnen schon einmal diese weißen Linien auf dem Spielfeld aufgefallen? Entgegen dem Irrglauben, dass hier Außerirdische ihre kreidebleichen Fußabdrücke hinterlassen haben, handelt es sich dabei wirklich um wichtige Markierungen, die den Aufbau und Rahmen eines Fußballspiels definieren. Kurzum: jedes Spiel hat einen Grundriss.

Moment, „Grundriss“? Den Begriff kennen wir doch vor allem aus einem anderen Bereich. Richtig, dem Hausbau. Denn jeder Hausbau beginnt mit dem Grundriss. Genügt Ihnen diese offensichtliche Parallele noch nicht? Dann kommen wir nochmal auf die nichtaußerirdischen Markierungen zurück. Sie sind weiß. Das ist die gleiche Farbe, die Linien auf Grundriss-Blaupausen von Häusern auch haben. Jetzt fällt Ihnen nichts mehr ein, oder?

 

Das Runde muss in das Eckige

Jedes Fußballspiel hat seine Regeln. Die einfachste: Der Ball muss ins Tor. Das gibt Punkte. Punkten kann ein Haus auch. Und zwar im ersten Moment durch seine Optik. Die wiederum wird durch kleine Akzente definiert. Fenster zum Beispiel. Nun wieder zurück zur Zwischenüberschrift: Ein Haus ist in der Regel eckig. Warum nicht mal runde Fenster einbauen? Deformationen, ungewöhnliche Strukturen und Materialmischungen, etwa an der Fassade, liegen im Trend. Jede Entscheidung im Hausbau ist also ein weiterer Punkt auf dem Konto des Bauherrn. Bei diesem Spiel kann man nur gewinnen.

 

Drei Ecken, ein Elfer

Wie früher auf dem Bolzplatz, wo drei Ecken zu einem Elfer umgewandelt wurden, kann der Bauherr seine Regeln selbst definieren. Er ist der Spielmacher auf dem Feld, das wir Grundstück nennen. Klar, es gibt Auflagen. Der Schiedsrichter, das Bauamt, legt beispielsweise Haushöhe und Baufenster fest. Aber sonst liegen alle kreativen Möglichkeiten beim Bauherrn. Sie wollen einen Balkon? Kein Problem! Sie wollen einen Wintergarten? Wer will den nicht! Sie wollen eine Torwand zwischen Wohnzimmer und Küche? Wenn damit wirklich alle Familienmitglieder einverstanden sind, dann geht auch das. Aber bitte kaufen Sie sich dann Bambus-Geschirr. Das ist nicht so zerbrechlich – und auch noch ökologischer.

 

Elf Freunde müsst ihr sein!

In einem Fußballspiel, so hört man, sollen sich 22 Spieler gegenüberstehen. Elf in jeder Mannschaft. Dazwischen irgendwo rollt ein Ball vor sich hin. Klingt nach einem spannenden Gebolze. Doch auch in der Teamstärke, dem Teamwork treffen stramme Waden auf stabile Holzkonstruktionen: Denn ein Hausbau benötigt auch eine Mannschaft aus Experten, die aus dem Grundriss etwas entstehen lassen, in dem man sich zuhause fühlt. In diesem Falle sind es aber keine Stürmer, Abwehrspieler und Torwarte, sondern Architekten, Dachdecker oder Maler.

Alle gemeinsam und alles aus einer Hand: Gerade der Fertigbau spielt innerhalb des Hausbaus in einer eigenen Liga: Hier arbeiten Fertighausunternehmen und Zulieferer Hand in Hand zusammen. Das Ausdribbeln unterschiedlicher Handwerker ist gar nicht nötig. Ihr Bauleiter ist Ihr Trainer, Ihr Kummerkasten, Ihr Ansprechpartner in allen Belangen.

 

Ich habe fertig!

Quod erat demonstrandum: damit wäre endgültig bewiesen, dass Fußball und Hausbau im Prinzip die selbe Sportart in unterschiedlichen Disziplinen sind. Wer immer noch nicht überzeugt ist, der hat die Abseitsregel noch nicht verstanden und darf erstmal auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Jörg Gottschling

Jörg Gottschling

Chronischer Querdenker im #Hashtag-Fieber, aktiver Blogger & Digital Native auf der Suche nach dem Mehr im Alltag.
Jörg Gottschling